900 Jahre Schwabach

Die Goldschlägerstadt feiert ihr 900-jähriges Jubiläum

Jubiläums-Ortung im Jubiläumsjahr

Zum zehnten Mal lädt Schwabach im August zu den Kunsttagen „Ortung“ ein. Die Goldschlägerstadt steht zwei Wochen lang im Zeichen des Goldes, die Innenstadt verwandelt sich in einen Kunstparcours mit den unterschiedlichsten Kunstwerken und Installationen. Als Jubiläumspfleger war Freller bei der Eröffnung von Ortung X dabei und gratulierte der diesjährigen Siegerin des Kunstpreises, Anja Callam, mit ihrem Werk Eldorado auf der Schwabach-Insel an der Wöhrwiese.

Die Hexe von Schwabach

Nicht fehlen im Jubiläumsjahr darf das historische Stationtheater „Die Hexe von Schwabach“. Auf einem Streifzug durch die Schwabacher Altstadt wurde das Leben und Sterben von Barbara Schwab gekonnt vom Volkschor Schwabach und Schülern und Lehrer des WEG musikalisch und schauspielerisch in Szene setzt. Auch Freller tauchte nochmals ein in das dunkle, längst vergessene Kapitel in der Schwabacher Geschichte: die Hexenjagd.

Geld und Münzen im Wandel der Zeit

Seit Juni ist im Schwabacher Stadtmuseum eine Ausstellung des Schwabacher Münzvereins gemeinsam mit der Berufs- und Wirtschaftsschule zu bestaunen. Die Schau thematisiert, wie sich in den vergangenen Jahrhunderten der Zahlungsverkehr entwickelte. Passen zum Stadtjubiläum ist der Beginn der pekuniären Erkundung das Jahr der Schwabacher Ersterwähnung 1117. Auch Jubiläumspfleger Karl Freller ließ es sich nicht nehmen, die spannende Ausstellung zu begutachten.

Schwabach glänzt – das große Jubiläums-Stadtparkfest

Am 8. Juli war es soweit: Wohl die zentrale Jubiläumsfeierlichkeit fand im Schwabacher Stadtpark an. Ein großes Fest für alle Schwabacher mit buntem Programm für Jung und Alt und einer großen Tafel inmitten des Parks, wo alle gemeinsam feierten. Zu Gast waren auch die Landtagspräsidentin Barbara Stamm und der Kabarettist Wolfgang Krebs.

Anlässlich 900 Jahre Schwabach: Club spielt gegen SC 04

Vereinsbeirat und Clubfan Karl Freller machte den Anstoß beim Freundschaftsspiel zwischen dem FCN und dem SC 04 Schwabach. Sein Zuspiel fand dabei Mittelfeldspieler Lucas Hufnagel. Nach einem leidenschaftlichen Auftritt unterlag der Schwabacher Landesligist dem Zweitligisten vor knapp 4000 Zuschauern mit einem ehrenwerten 0:5. „Das Gastspiel des Clubs war der sportliche Höhepunkt des Schwabacher Jubiläumjahres“, befand Freller, der sich für beide Mannschaften den Aufstieg in der kommenden Saison wünscht.

900 Bäume für 900 Jahre

Zum Stadtjubiläum 2017 entsteht in der Brünst ein Jubiläumswald mit 900 neuen Bäumen, gepflanzt von den Schwabacher Bürgerinnen und Bürgern. Der Pfleger für das Stadtjubiläum,  Karl Freller, begrüßt die Aktion der Stadtförsterei und unterstützt das Projekt aktiv.

1. Januar 2017: Der Startschuss ist gefallen

Der Startschuss für das Schwabacher Jubiläumsjahr ist am 1. Januar 2017 gefallen. Mit einem großen Neujahrsfeuerwerk haben viele Schwabacher das 900. Jahr der Goldschlägerstadt begrüßt. Auch Jubiläumspfleger Karl Freller war dabei.

Präsentation der Chronik

Eine Schwabacher Playmobilfigur als Kassenschlager

Um das Schwabacher Stadtjubiläum auch wirksam zu vermarkten, entwickelt die Stadt allerlei kreative Werbung. Eines davon ist eine Playmobil-Goldschläger-Figur. Die 20.000 Stück sind sehr gefragt und innerhalb der ersten Tage restlos ausverkauft. Jubiläumspfleger Karl Freller brachte selbst beim Weihnachtsstand eine Vielzahl der Figuren unter die Leute. Daran ist klar zu erkennen: Schwabach freut sich auf sein Jubiläum!

Dezember 2016: Das Buch, das 900 Jahre belegt

Die älteste erhaltene Handschrift, die das 900-jährige Jubiläum der Goldschlägerstadt historisch belegt, kommt nach Schwabach. Das Buch, die so- genannte Kopf’sche Chronik, ist eine Leihgabe des Stuttgarter Staatsarchivs und wird für zwei Monate im Schwabacher Stadtmuseum ausgestellt. MdL Karl Freller, Oberbürgermeister Matthias Thürauf, Kulturamtsleiterin Sandra Hoffmann-Rivero und Museumsleiter Tobias Schmid begutachten als erste das historische Schriftstück.

Präsentation der Chronik

Archivleiter Dr. Peter Rückert, Hermann Stamm und MdL Karl Freller mit der Chronik von Georg Kopf aus dem 16. Jahrhundert.

April 2013: Freller macht Beweis für 900 Jahre ausfindig

Die Originalchronik des Klosters Zwiefalten ist heutzutage verschollen. Es existiert noch eine direkte Abschrift dieser Chronik, die Handschrift von Georg Kopf aus der Zeit um 1550 herum. Freller machte diese Abschrift im April 2013 im Stuttgarter Staatsarchiv ausfindig. Es ist das älteste Schriftstück, das die Erstnennung Schwabachs historisch dokumentiert. Das gut erhaltene Buch bewegte Freller dazu, beim Staatsarchiv eine Ausleihe des 500 Jahre alten Schriftstücks für das Schwabacher Jubiläumsjahr 2017 anzufragen.

Was schrieben die Mönche genau?

Die große Postkarte (Bild rechts) zeigt den lateinischen Text, wie er in der ältesten erhaltenen Chronik niedergschrieben steht: Die beiden Mönche Berthold und Ortlieb erlebten bei einer Durchreise durch den Ort „Suabach“ etwas Außergewöhnliches, was sie für die Nachwelt festhielten. Übersetzt heißt es:

„Noch vor Ende des gleichen Jahres kehrten wir alle wegen entstandener Misshelligkeiten aus Böhmen zurück und wurden unterwegs von dem Grafen Cuno von Horburg genötigt, im Dorfe Suabach zu übernachten. Da begann mitten in tiefer Nacht der Himmel von Norden her sich zu röten, blutfarbige Blitze und weißliche Strahlen auszusenden und die Erdoberfläche derartig zu erhellen, dass man eine zu Boden fallende Nadel nötigenfalls leicht hätte auffinden können.“

Manuel Kronschnabel (l.) und MdL Karl Freller hatten intensiv recherchiert und die Textstelle der ältesten erhaltenen Ersterwähnung Schwabachs im Stuttgarter Staatsarchiv gefunden.

Das Kloster Zwiefalten

1117: Ersterwähnung in der Chronik des Klosters Zwiefalten

Schwabach wurde erstmals in der Chronik des Klosters Zwiefalten, geschrieben von den Mönchen Berthold und Ortlieb, schriftlich erwähnt. Die beiden hatten im 12. Jahrhundert rückblickend die Besitzansprüche des Klosters Zwiefalten dokumentiert. Dabei fand auch der Name „Suabach“ Einzug in ihre Chronik und wurde damit erstmals schriftlich erwähnt: Im Jahre 1117 hatten die beiden auf Drängen des Grafen Kuno von Harburg nicht ganz freiwillig eine Nacht in Schwabach verbracht. In eben jener Nacht muss, so nimmt man heute an, ein außergewöhnlich starkes Gewitter mit „blutfarbigen Blitzen“ getobt haben. So blieb „Suabach“ den Mönchen in erwähnenswerter Erinnerung.