Am 10. Mai durfte ich auf dem Königsplatz in München an der Aktion „München liest – aus verbrannten Büchern“ des Künstlers Wolfram P. Kastner mitwirken. Dabei las ich einen Text aus dem Roman „Menschen im Hotel“ der verfemten Autorin Vicki Baum.

Die Bücherverbrennungen im Mai 1933 waren von den Nationalsozialisten organisierte öffentliche Inszenierungen gegen Freiheit, Vielfalt und kritisches Denken. Verbrannt wurden Werke jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer als „undeutsch“ diffamierter Autorinnen und Autoren. Ziel war es, die kulturelle Moderne zu zerstören und politische Gegner mundtot zu machen. Besonders der 10. Mai 1933 steht bis heute als Symbol für Intoleranz, Hass und die Unterdrückung freier Gedanken.

Gerade deshalb bleibt das Erinnern wichtig: Lesen, Zuhören und öffentliches Gedenken setzen auch heute ein Zeichen für Demokratie, Meinungsfreiheit und kulturelle Vielfalt.