Beim 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau habe ich am vergangenen Sonntag in meiner Rede eine klare Botschaft formuliert: Erinnern allein genügt nicht mehr.

Das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen ist und bleibt unverzichtbar. Doch angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen braucht es mehr als Rückblick – es braucht entschlossenes Handeln in der Gegenwart.

Ich habe deshalb betont: Wir müssen aktiv verhindern – verhindern, dass „braunes Denken“ und entsprechendes Wahlverhalten in unserem Land weiter zunehmen. Verhindern, dass demokratische Strukturen schleichend ausgehöhlt werden. Und verhindern, dass Deutschland erneut in eine politische und gesellschaftliche Katastrophe gerät.

Die Geschichte verpflichtet uns. Aus der Erinnerung erwächst Verantwortung – für eine offene Gesellschaft, für die Verteidigung demokratischer Werte und für ein entschiedenes Eintreten gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit.

Gerade Orte wie Dachau führen uns vor Augen, wohin Gleichgültigkeit und Wegsehen führen können. Umso wichtiger ist es, heute Haltung zu zeigen und aktiv für unsere Demokratie einzustehen.

Foto: Hassel

 

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