Am Freitag durfte ich beim Gedenkakt zum Tag der Russlanddeutschen des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg ein Grußwort halten.
Der 28. August erinnert an die Auflösung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen im Jahr 1941 und an die damit verbundenen Deportationen, Entrechtung, Enteignung und Zwangsarbeit. Diese Schicksale dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
Gleichzeitig steht die Geschichte der Russlanddeutschen auch für Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und einen beeindruckenden Neuanfang. Viele Menschen haben nach ihrer Ankunft in Deutschland unser Land mit aufgebaut, sich in Vereinen engagiert, Unternehmen gegründet und unser gesellschaftliches Leben bereichert.
Ein besonders wichtiges Zeichen für die Zukunft ist der geplante Neubau des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland in Nürnberg. Dort soll ein moderner Ort der Erinnerung, Begegnung und Bildung entstehen, an dem Geschichte bewahrt und für kommende Generationen zugänglich gemacht wird.
Gerade weil immer weniger Zeitzeugen ihre persönlichen Erfahrungen weitergeben können, ist es unsere Verantwortung, ihre Geschichten heute zu sichern und weiterzutragen.
Ich danke dem BKDR und seinem Geschäftsleiter Herrn Eisenbraun für das wichtige Engagement.
Erinnerung verbindet Vergangenheit und Zukunft. Sie hilft uns, Geschichte zu verstehen und daraus Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen.
Foto: Schuster