Im Ehrenhain II auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München ruhen seit 1954 die sterblichen Überreste von 93 Männern. Es sind Männer, die während der Zeit des Nationalsozialismus – häufig aus politischen Gründen – im nahegelegenen Gefängnis Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet wurden.
Um ihr Schicksal stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, am Dienstag, 28.04.2026 wurden nun zwei neue Gedenktafeln eingeweiht. Sie sollen ein „konkretes, informiertes Gedenken“ ermöglichen, so Karl Freller, Mitglied des Bayerischen Landtags und ehrenamtlicher Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, bei der Zeremonie betonte.
Die Tafeln tragen dazu bei, den Opfern nicht nur einen Ort des stillen Erinnerns zu geben, sondern auch ihre Geschichten sichtbar zu machen. Denn hinter jeder Zahl steht ein individuelles Schicksal – ein Mensch, dessen Leben gewaltsam beendet wurde.
Im Rahmen der Einweihung wurde der Toten in würdevoller Atmosphäre gedacht. Auch Karl Freller legte eine rote Nelke nieder – ein stilles, aber eindrückliches Zeichen des Respekts und der Erinnerung.
Die neuen Gedenktafeln leisten damit einen wichtigen Beitrag zur aktiven Erinnerungskultur: Sie laden dazu ein, innezuhalten, sich zu informieren und die Vergangenheit bewusst im Gedächtnis zu halten – als Mahnung für Gegenwart und Zukunft.
Foto: Tobias Hase
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