NÜRNBERG – Am 14. März 2026 wurde in Nürnberg eine besondere Auszeichnung verliehen: Der Nürnberger Lehrer- und Lehrerinnenverein (NLLV) ernannte Karl Freller zum Ehrenmitglied. Die feierliche Veranstaltung fand in der Grundschule Forchheimer Straße statt und würdigte sein langjähriges Engagement für die Erinnerungskultur an Bayerns Schulen.

Im Mittelpunkt der Ehrung stand Frellers konsequenter Einsatz dafür, historische Verantwortung im Bildungsalltag lebendig zu halten. Sein Wirken zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler nicht nur über vergangene Gewaltherrschaft zu informieren, sondern sie auch für Werte wie Zivilcourage, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren.

In der Laudatio betonte die Bezirksvorsitzende Sandra Schäfer die Bedeutung einer klaren Haltung in der Bildungsarbeit. Erinnerungskultur sei kein Selbstläufer, sondern müsse aktiv gestaltet und im Schulalltag verankert werden. Lehrkräfte trügen dabei eine besondere Verantwortung, jungen Menschen Orientierung zu geben.

Karl Freller zeigte sich sichtlich bewegt von der Auszeichnung. In seinen Dankesworten unterstrich er, dass Erinnerungskultur weit mehr sei als ein Blick in die Vergangenheit: Sie sei ein Auftrag für die Zukunft. In seiner anschließenden Rede warnte er eindringlich davor, dass das Bewusstsein für historische Ereignisse mit der Zeit verblassen könne. Gleichzeitig rief er dazu auf, jeder Form von Extremismus entschieden entgegenzutreten – Worte, die vom Publikum mit großem Applaus aufgenommen wurden.

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König sowie Staatsminister Joachim Herrmann würdigten in ihren Beiträgen die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur für Gesellschaft und Demokratie. Ergänzt wurde das Programm durch ein Video-Grußwort aus Israel sowie kulturelle Beiträge, die der Veranstaltung einen besonderen Rahmen verliehen.

Die Ehrung macht deutlich: Engagement für Erinnerungskultur bleibt eine zentrale Aufgabe – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen.