Heute Abend um 18:30 Uhr findet im Stadtmuseum Schwabach ein Fachvortrag mit dem Titel „Die Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland seit 1945“ statt. Ein Thema, das nicht nur historisch bedeutsam ist, sondern bis heute erschreckend aktuell bleibt.

Für mich ist dieser Abend weit mehr als eine reine Auseinandersetzung mit Geschichte. Er berührt eine sehr persönliche Ebene. Im November 2011 erhielten meine Frau und ich eine Nachricht vom Präsidenten des Landeskriminalamts – eine Mitteilung, die sich tief in unser Gedächtnis eingebrannt hat: Unsere Namen und unsere private Anschrift in Schwabach standen auf den Listen des sogenannten NSU.

Diese Erkenntnis hat unsere Wahrnehmung von Sicherheit und gesellschaftlicher Realität nachhaltig verändert. Rechtsterrorismus ist kein abstraktes Phänomen, das nur in Büchern oder Vorträgen existiert – er kann ganz konkret in das eigene Leben hineinwirken.

Gerade deshalb halte ich Veranstaltungen wie diesen Vortrag für so wichtig. Sie schaffen Raum für Aufklärung, Erinnerung und kritische Auseinandersetzung. Sie erinnern uns daran, wachsam zu bleiben und die demokratischen Werte, die unser Zusammenleben tragen, aktiv zu verteidigen.

Ich hoffe auf einen intensiven, erkenntnisreichen Abend – und darauf, dass möglichst viele Menschen die Gelegenheit nutzen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Karl Freller (@karlfreller)